Ziele und Tätigkeiten

Zielsetzungen der Arbeitsgruppe

100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges (1914 – 1918) und der Errichtung der Teiser Schützengräben wurde die „Arbeitsgruppe Schützengräben Teis“ gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Bau der Schützengräben näher zu erforschen und die Erkenntnisse der Bevölkerung zugänglich zu machen. Auch sollten die bestehenden Überreste erhoben und wichtige bauliche Objekte konserviert werden.

UNSER DORF UND DER GROSSE KRIEG

Die Schützengräben in Teis-Villnöß

Die Arbeitsgruppe veröffentlichte neben Publikationen in lokalen Gemeindeblättern oder Zeitungen (siehe Medienberichte) auch eine Broschüre, welche den Stand der Erkenntnisse vom Juni 2017 einem breiteren Publikum zugänglich macht und alle an den teilweise überraschenden Entdeckungen teilhaben lässt.



zur Broschüre

Tätigkeiten der Arbeitsgruppe seit der Gründung im Jahr 2015

Nachforschungen
In Oswald Mederle vom Tiroler Geschichtsverein / Sektion Bozen hat die Arbeitsgruppe Schützengräben einen fachlichen Beirat gefunden, der als passionierter Kenner der Geschichte des Stellungsbaus im 1. Weltkrieg gilt. Oswald Mederle forscht für uns in den Archiven nach Unterlagen, die die Geschichte des Stellungsbaus in Teis erhellen können. Er wird immer wieder fündig und stellt der Arbeitsgruppe seine Entdeckungen sowie Bild- und Textmaterial aus seinem eigenen reichen Archiv zur Verfügung.

Sicherungsarbeiten an den Schützengräben in Nafen
Im Oktober 2016 begannen Forstarbeiter mit der Sicherung der Schützengräben in Nafen. Da nur dort die Original-Überdachung fast vollständig erhalten geblieben ist, ging es darum, diese durch gezielte Stützmaßnahmen zu sichern und auch für die Zukunft zu erhalten. Der nun mit Holzbalken gestützte, überdachte Schützengraben ist beachtliche 52 Meter lang.

Freilegungs-, Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen an den Schützengräben am Teiser Wetterkreuz

Im Winter 2016/17 und im Frühjahr 2017 wurden am Wetterkreuz durch freiwillige Helfer und Forstarbeiter umfangreiche Freilegungsarbeiten durchgeführt. Die bisher nur aus Erzählungen bekannte Küche wurde gefunden.
Die Absicherung der freigelegten Schützengräben am Wetterkreuz mit Zäunen als Absturzsicherung für Weidevieh und Besucher wurde vorgenommen. Nach Abschluss der geologischen und statischen Überprüfung der Kaverne und des Unterstandes wurden die Decken durch
spezialisierte Firmen gesichert.
Im Winter 2018/19 wurde die Ausräumung der Kaverne am Wetterkreuz in Angriff genommen und in vielen Freiwilligenstunden zum Abschluss gebracht. Regelmäßig müssen aufkeimende Sträucher zurückgeschnitten und die Schützengräben von Schutt und Geröll gesäubert werden.

Öffentlichkeitsarbeit
In Vorträgen wurden die Teiser Bevölkerung und alle Interessierten laufend über die neuesten Erkenntnisse zu den Schützengräben, über Entdeckungen im Gelände und in den Archiven informiert.
In verschiedenen Zeitungen auf Gemeinde-, Bezirks- und Landesebene wurde über die Arbeiten und den neuesten Erkenntnisstand berichtet, Fernseh- und Radiobeiträge wurden gestaltet (siehe Medienberichte).
Im Sommer 2017 wurde eine Broschüre herausgegeben, in der alle bis dahin bekannten Fakten und Erzählungen zu den Schützengräben gesammelt sind. Eine Kurzfassung der Broschüre in italienischer Sprache wurde erstellt.
Im Herbst 2018 wurden dreisprachige Informationstafeln am Schlosskofl im Tal und bei den Schützengräben auf Hl.-Grab und am Wetterkreuz aufgestellt, sodass Besucher vor Ort die wichtigsten Informationen vorfinden.

Nächste Schritte
Angedacht ist die Ausstellung von Fundobjekten in der Kaverne am Hl.-Grab-Hügel, der Einbau eines Feldbettes im Unterstand am Wetterkreuz, die Überdachung der Küche am Wetterkreuz u.s.w.
Ein weiteres großes, aber auch spannendes Arbeitsfeld tut sich bei der genaueren Erforschung der Anlagen auf der Haube auf…